Auch Löwen, Pumas, Elefanten,sogar Eisbären, etc. werden zum Abschuß freigegeben. Dies geschieht im Normal (Ideal-?) fall zur Bestandregulierung. Dann einen "Tag" also eine Lizenz dafür zu kriegen ist halt abhängig von Geldbeutel oder Warteliste.
In Idaho z.B. hatte sich Wolfspopulation soweit erhöht dass diese nicht mehr in die Kategorie geschützt fallen. Dadurch rutschen die in die Kategorie jagdbares Wild. Die zuständige Behörde (DNR Department of natural ressources)muss dann halt entscheiden wieviele bzw. wo geschoßen werden darf. Pumas sind in einigen Staaten der USA schon immer jagdbares Wild und trotzdem steigen die Populationen tlw. in den Jahren. Pumajagd ist dort denke ich zu vergleichen mit Gemsjagd bei uns (OK, ein bißchen hinkt der Vergleich aber nur ein bißchen). Beide Tiere kommen nur in bestimmten Gebieten des Landes vor und sind nicht die zahlreichste Wildart aber in den Bereichen in denen sie heimisch sind und in stabilen Beständen vorhanden werden die Bestände durch JAgd (oder auch Schonung/Jagdaussatz) reguliert.
In Afrika ist es sogar so dass gerade die Großwild-/Trophäenjagd inzwischen zum Erhalt der Bestände wichtig ist. Ein solches Tier zu erlegen ist da sehr teuer und mit den Mitteln werden dann Schutzgebiete bzw. Ranger bezahlt, Schäden durch die Tiere in der Landwirtschaft etc.
Natürlich ist nicht immer sicher dass es seriös und so wie es sein sollte zugeht und Koruption, fragwürdige Jagdfarmen, Veruntreuung etc. sind sicher tlw. im Spiel.
Grundsätzlich muss aber eben auch in Amerika und Afrika durch die geseteigerte Bevölkerungsdichte die Wildpopulation reguliert werden (genau wie bei uns) dass dort andere Tiere betroffen sind (Problemlöwen sind ja nun nicht viel anders als europäische Problembären

außer vielleicht dass Bruno keinen gefressen hat) und diese uns als exotisch gelten heißt aber nicht immer zwangsläufig dass diese im jeweiligen zur Jagd freigegebenen Gebiet selten oder gefährdet sind.
Wenn dann ein Jäger mit den nötigen Mitteln und im Rahmen gesetzlicher Vorgaben so ein Tier erlegen möchte ist das nicht anders als der deutsche Jäger der den Trophäenhirsch strecken will.
Puma, Elefant, Löwe, Bär etc. werden übrigens gegessen und im speziellen jetzt Puma soll nicht schlecht schmecken. Das einzige soweit ich weiß das ungern bis gar nicht verzehrt wird sind Hundeartige (wolf, Kojote etc.). Die Amerikaner essen heimisches Geschossenes Wild meist selbst, in Afrika verrsorgen sich meist die Familen der Guides, Tracker Farmarbeiter etc., die Lodge selbst und auch auf dem Gebiet befindliche Dörfer /Eingeborene mit dem Fleisch der geschoßenen Tiere der Trophäenjagdgäste, nachdem diese das beste Stück abends gegrilt bekamen. Ist ja bei ausländischen Jgdgästen nicht ganz einfach zig Kilo Fleisch im Flieger mitzunehmen.
Ich will nicht sagen dass diese Formen der Jagd zu befürworten sind oder zu verurteilen sondern dass ganze auch mal aus einem anderen Licht beleuchten.