Es geht weiter...
In den letzten 7 Wochen, hat es mich wann immer Schnee lag hinaus ins Revier gezogen.
Die eigene Truhe war Schwarzwild-Technisch blank. Sauen waren genug da und Schnee bietet einfach eine wundervolle und jagdpraktisch sehr vorteilhafte Atmosphäre.
Ich führe nebenbei immer ein kleines Tagebuch in welchem ich z.B vermerke wo und wann, ich was gesehen habe.
Ich kam somit auf 14 Ansitze, bei welchen ich 11x Sauen in Anblick hatte. Das allein ist schon sehr ungewöhnlich und war die vielen Stunden allemal wert. Da ich aber natürlich auch auf Beute aus war und es nie geklappt hat, fing ich langsam an verrückt zu werden

Entweder es war zu weit, sie standen nicht richtig, wollten nicht stehen bleiben oder ich war mir nicht 100% sicher was genau das für eine Sau da vor mir war.
Gestern Abend war ich bei meinem Sauen-Glücksbringer-Kumpel zum Essen eingeladen. Es gab natürlich den gemeinsam erlegten Frischling.
Es war ein schöner Abend und da ich als großer Skisprungfan, dank des gestrigen Heimsieges durch Severin Freund sowieso in Hochstimmung war, beschlossen wir im Anschluss nochmal unser Glück zu versuchen. Schnee und Mond, ideale Saubedingungen.
Um 21:30 saßen wir auf der Kanzel. Eine gute Stunde später, hörten wir aus dem Dickicht einen Kauz. Kauze sind oftmals ein Zeichen das Sauen im Anmarsch sind. Diese erhoffen sich durch deren "Wühlarbeiten" Mäuse und anderes Getier und verfolgen die Sauen. Dabei rufen sie immer wieder und man hat somit ein akustisches Frühwarnsystem.
Es dauerte dann auch nicht lange und es schob sich eine einzelne Sau aus dem Gebüsch. Das Ansprechen fiel dank des Pinsels recht einfach und um kurz nach 23 Uhr, war ich mit mir wieder im Reinen

Es lag ein Überläufer-Keiler mit 41 kg aufgebrochen. Das Bierchen danach, hat seeeehr gut geschmeckt
