...
Ein verantwortungsvoller Jäger wird immer im Rahmen seine Möglichkeiten schiessen, egal ob Bogen oder Gewehr.
...
Ich denke (als Laie), da liegt der Hund begraben. Mit dem Bogen "verantwortungsvoll" zu jagen sehe ich schon als Herausforderung an. Also im Sinne von einem "ethischen" bzw. sauberen Schuss - sprich, dass Tier so wenig wie möglich leiden zu lassen. Vielleicht sehe ich das als Laie falsch - aber sollte das Wild nach einem sauberen Treffer nicht mehr oder weniger tot umkippen statt mit Vollgas davon zu laufen (wie man es oft in Bogenjagd-Videos, vor allem aus den USA, sieht)?
Kann es sein, dass Bogenjäger öfter mal den "Thrill-Faktor" suchen? Man muss ja deutlich näher ran mit dem Bogen... wenn man dann bei der Raubtierjagd (Bären oder div. Großkatzen in Afrika) den Schuss mit dem Bogen "vergeigt" wird aus dem Jäger ganz schnell der Gejagte. Hat was von ausgleichender Gerechtigkeit...
In dem Zusammenhang mal eine generelle Frage: wenn ich ein Tier mit möglichst wenig Leid töten will/muss - warum wird da kein Kopfschuss gesetzt? Die "Standardvariante" scheint ja ein Schuss auf Herz-/Lungenbereich zu sein, wenn das Wild "quer" steht. Ist da die Trefferchance "größer", spielt da jagdliche Tradition rein (da gibt's doch auch was mit einem Zweig ins Maul legen oder so) oder warum ist das so? Wäre nett, wenn mir ein Jäger da mal Klarheit verschaffen könnte.
Für mich wäre Jagd generell nichts. Wenn ich vor der Wahl stünde, mein Fleisch selbst schießen (und "verarbeiten") zu müssen - ich würde wohl Vegetarier

Ich mag halt nicht auf Tiere schießen, außer vielleicht als letzte Option um meinen Hintern zu retten... sprich die (völlig abwegige) Situation, dass ich z. B. von einem ausgehungerten Wolf angegangen werde... da würd ich natürlich alles geben. Nachdem ich versucht habe, ihn mit Cäsar oder Chappie zu bestechen und ihn zum Freund zu machen
